Simone Schiller zur fachlichen Ausrichtung der Konferenzen und Foren der Anuga FoodTec

„Wir zeigen auf, was die Branche bewegt!"

Simone Schiller ist seit Anfang 2013 Geschäftsführerin des DLG-Fachzentrums Ernährungswirtschaft und verantwortlich für die inhaltliche Ausgestaltung des Event- und Kongressprogramms zur Anuga FoodTec. Die Fleischermeisterin und studierte Lebensmitteltechnologin sieht in der „branchenübergreifenden Konzeption der Messe ein Alleinstellungsmerkmal, das sich im Fachprogramm deutlich widerspiegelt.“

Im Gespräch mit LEBENSMITTELTECHNIK gibt sie einen Überblick, was die Messebesucher vom 20. bis 23. März in Köln erwartet.

 

LT: Frau Schiller, die DLG ist traditionell für die Organisation des Fachprogramms der Anuga FoodTec zuständig. Welche inhaltlichen Schwerpunkte haben Sie für 2018 gesetzt?

Simone Schiller: Aufgrund seiner außerordentlich großen Bedeutung für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie steht das Leitthema Ressourceneffizienz im Fokus des fachlichen Rahmenprogramms der Anuga FoodTec. Den Messebesuchern werden in Köln zahlreiche Möglichkeiten geboten, sich intensiv mit diesem für die gesamte Branche hochrelevanten aber zugleich vielschichtigen Thema auseinanderzusetzen.

LT: Warum haben Sie sich für diesen fachlichen Schwerpunkt entschieden?

Schiller: Ein schonender und effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen ist die entscheidende Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften. Viele Aussteller der Anuga FoodTec zeigen innovative Lösungen, wie der Einsatz von Energie und Wasser sowie der Verlust von Lebensmitteln in der Produktion reduziert und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden kann. Das Rahmenprogramm der Messe gibt dem Fachpublikum in strukturierter Form neue Impulse.

LT: Wie werden Sie das komplexe Thema Ressourceneffizienz auf der Messe abbilden?

Schiller: Zum Ersten wird es eine hochkarätig besetzte Eröffnungskonferenz zur Thematik geben. Unter dem Titel "Ressourceneffizienz – Herausforderungen und Chancen" werden internationale Experten die relevanten Facetten der Materie beleuchten. Zweitens greift das umfangreiche Programm an Fachforen das Thema in einem eigenen Forum auf. Zum Dritten können sich Besucher der Anuga FoodTec während geführter Rundgänge – der Guided Tours – einen informativen Überblick zu diesem Thema verschaffen.

LT: Was erwartet die Besucher der Eröffnungskonferenz am ersten Messetag?

Schiller: Die Experten Prof. Michael Braungart, Prof. Ruud Huirne, Prof. Pierre Pienaar und Prof. Alexander Sauer beleuchten jeweils zentrale Felder des Themas. Es werden Optionen für die bestmögliche Nutzung von Ressourcen aufgezeigt – für mehr Nachhaltigkeit, eine geringere Umweltbelastung und Einsparungen in verschiedensten Unternehmensbereichen.

LT: Sie sprachen die Guided Tours bereits an. Welche Vorteile bietet eine Teilnahme?

Schiller: Die von der DLG angebotenen Guided Tours erleichtern die Orientierung auf dem Messegelände und bündeln das jeweilige Thema, so dass es genau den Interessen der Teilnehmer entspricht. Im Verlauf der geführten rund einstündigen Messerundgänge präsentieren ausgewählte Aussteller jeweils etwa zehn Minuten lang innovative Produkte und Lösungen zu spezifischen Themen.

LT: Welche Themen werden angeboten?

Schiller: Neben einer Einführungstour am Dienstag zu den Gewinnern des International FoodTec Awards 2018 werden an den drei folgenden Messetagen jeweils sechs Rundgänge angeboten: Roboter in der Lebensmittelproduktion, Industrie 4.0, Füll- und Verpackungstechnik, Fleischereitechnologie sowie Molkereitechnologie.

LT: Das umfangreiche Angebot an Fachforen ist ein fester Bestandteil im Programm vieler Besucher der Anuga FoodTec. Mit welchen Themen werden sich diese über das Leitthema hinaus befassen?

Schiller: Die Fachforen verknüpfen eine Vielzahl aktueller Themen der Lebensmitteltechnologie mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und unternehmerischer Praxis. Unter dem Titel "Themen, Trends, Technologien – Das bewegt die Lebensmittelbranche" findet beispielweise ein Fachforum statt, das die jüngsten Entwicklungen in der Branche aufgreift und diskutiert. Ein weiteres Fachforum widmet sich dem Thema Food Ingredients...

LT: ... und in jedem Forum werden Sessions zu spezifischen Fachthemen angeboten?

Schiller: Ja, das inhaltliche Spektrum der Vorträge reicht beispielsweise von Automatisierung und Digitalisierung über Predictive Maintenance bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. Ebenfalls im Fokus stehen Themen wie Fremdkörpererkennung, Hygienic Design, personifizierte Ernährung, Authentizität von Lebensmitteln, Reformulierung und Genome Editing. Einen Überblick über das gesamte Forenprogramm mit seinen rund 30 Sessions bietet die Website der Anuga FoodTec.

LT: Angesichts der vielfältigen Herausforderungen, denen sich die Lebensmittelindustrie international gegenübersieht: Welche Funktion erfüllt die Anuga FoodTec mit Blick auf den Fortschritt und die Vernetzung in der Lebensmitteltechnologie?

Schiller: Es wird immer wichtiger, die weltweit verfügbaren technischen und technologischen Möglichkeiten sowie die verfügbaren Kräfte in Forschung und Entwicklung im Blick zu haben. Eine wesentliche Stärke der Anuga FoodTec ist die branchenübergreifende Konzeption der Messe, die nahezu die gesamte Lebensmittel- und Getränkeproduktion abdeckt und eine prozessorientierte Perspektive ermöglicht. Dieses Alleinstellungsmerkmal der Messe spiegelt sich deutlich im Fachprogramm und in Form der beteiligten Partner wider. Vielfältige Lösungsansätze für die einzelnen Branchen, branchenübergreifender Technologietransfer, ein internationales Fachprogramm sowie die internationale Vernetzung sind gute Gründe für einen Besuch der Anuga FoodTec 2018.


Vielfalt garantiert: Die Fachforen der Anuga FoodTec bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Information und zum Austausch mit nationalen und internationalen Experten. Neben der Eröffnungskonferenz wird das diesjährige Leitthema auch im Forum "Ressourceneffizienz" in den Mittelpunkt gestellt. Zwei weitere Schwerpunkte im Programm der Fachforen sind "Themen, Trends, Technologien - das bewegt die Lebensmittelbranche" sowie "Food Ingredients".

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