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Stäubli

Am 11. Juni öffnen die Messehallen und Vortragssäle der Achema ihre Türen. Rund 3.800 Aussteller und 167.000 Teilnehmer aus über 100 Ländern machen Frankfurt dann wieder einmal für fünf Tage zum Nabel der Prozessindustrie. Positive Impulse bekommt die Messe dabei aus ihren Kernbranchen, die derzeit trotz aller Unwägbarkeiten optimistisch in die nahe Zukunft blicken. Beim Fachpressetag Mitte März wurde deutlich, dass der große Trend Digitalisierung alle Branchen und Ausstellungsgruppen am intensivsten beschäftigt, gleich ob im Labor, im Anlagenbau oder im Packaging und der Logistik. Die Aussteller haben viele Innovationen im Gepäck, die auf digitalen Methoden beruhen, wie unser Ausblick auf die Messe zeigt.

Kompaktanlage für Konti-Agglomeration

16.04.18: Unter der Baureihen-Bezeichnung "ModFlex" stellt Glatt erstmals die neu entwickelte Wirbelschicht-Kompaktanlage für die kontinuierliche Sprüh-Agglomeration von feinen Pulvern und Pulvermischungen vor. Mit ihr lassen sich poröse, praktisch staubfreie, gut lösliche und dosierbare Granulate herstellen. Das Verfahren gewährleistet verschiedenste Inhaltsstoffe homogen in die Agglomerate einzubringen. Dabei bleiben dank der schonenden Prozessführung die ernährungsphysiologischen und funktionellen Eigenschaften der Rohstoffe erhalten.

Das Anlagenkonzept ist speziell für Produktionsvolumina von 100 bis 3.000 Kilogramm pro Stunde konzipiert und eignet sich dank seiner kompakten Bauweise mit platzsparend angeordneten Filtern für beengte Platzverhältnisse und niedrige Raumhöhen. Die Sprühdüsen können passend zum Produktionsprozess optional als Bottom-Spray- oder in Top-Spray-Ausführung geliefert werden.

Auf der Achema stellt Labom zwei Messumformer aus seiner neuen V-Line vor: den Pascal GV4 und den Pascal CV4.

Druck- und Temperaturmessung im Hygieneumfeld

16.04.18: Labom stellt seine neue V-Line vor, die aktuellste Weiterentwicklung des Messgeräteherstellers aus Hude. Mit dem Druckmessumformer Pascal CV4 und dem Temperaturmessumformer Pascal GV4 präsentiert das Unternehmen zwei Neuheiten für die Pharma- und Food Industrie. Die Geräte erfüllen die besonders hohen Ansprüche dieser Branchen hinsichtlich hygienegerechter Konstruktion und entsprechend den Empfehlungen der EHEDG und FDA. Der Messumformer CV4 wird im Nennbereich 250 Millibar bis 400 bar Relativdruck und im Nennbereich ein bis 16 bar Absolutdruck angeboten. Der Messumformer GV4 für erreicht mit einem Temperaturbereich von minus 50 bis plus 250 Grad Celsius eine Genauigkeit von 0,1 Kelvin.

Zuwachs bei den gedichteten Plattenwärmetauscher

16.04.18: Wann immer es um neueste Technologien in den Bereichen Wärmeübertragung, Separation und Fluid Handling geht, mischt Alfa Laval ganz vorne mit. Auf der Achema zeigt der Anlagenbauer den neuesten Zuwachs bei den gedichteten Plattenwärmetauschern: den Alfa Laval T25. Der Aufbau des T25 mit seinen zahlreichen Funktionen ist weitaus besser als bei gedichteten Plattenwärmetauschern derzeit üblich. Seine gesteigerte thermische Effizienz überträgt sich auf die Verbesserung der Arbeitssicherheit und die Reduzierung der Umweltbelastung – zwei Aspekte, die zunehmend in den Fokus rücken.

Schäfer Container Systems präsentiert auf der Achema Behältersystemen aus Edelstahl für die Lebensmittelverarbeitung.

Leicht transportiert und effizient gelagert

16.04.18: Schäfer Container Systems präsentiert den neuen Schäfer Cube, einen Mehrwegbehälter aus Edelstahl in rahmenloser Leichtbaukonstruktion. Durch das ergonomische Design und die gewichtssparende Konstruktion eignet er sich für nahezu alle Anforderungen in der Lebensmittelindustrie. Der Cube ist nach ADR zertifiziert und unter UN 31 A/Y zum Transport gefährlicher Güter bis zu zwei Kilogramm pro Liter zugelassen. Durch die Stapelbarkeit und ergonomisch optimale Raumausnutzung passen bis zu 40 Cubes in einen 40’-See-Container und bis zu 44 in einen LKW.

Präzise Inline-Sonde für Partikelmessungen

16.04.18: Herkömmliche Messmethoden ermitteln die Partikelgröße nur punktuell, in zeitlich großen Abständen. Deswegen hat Parsum die Inline-Sonde IPP 75-S entwickelt, die auf der Achema präsentiert wird. Mit ihr lässt sich die Partikelgröße auch in großen Behältern während der Verarbeitung lückenlos bestimmen. Dank des patentierten, faseroptischen Ortsfilterverfahrens werden mit Hilfe eines Lasers die "Schatten-Signale" einzelner Partikel erfasst und daraus die individuelle Geschwindigkeit sowie Sehnenlänge für jedes Teilchen und somit die Partikelgröße im Gefäß bestimmt.

Im hinteren Teil des Gehäuses sitzt eine Laserdiode, deren Lichtstrahl über eine Lichtleitfaser nach vorn ins Messvolumen geführt wird. Dort ermittelt die IPP 75-S mitten im Partikelstrom die Abmessungen aller vorbeiströmenden Teilchen. Verwendet wird die IPP 75-S üblicherweise für Partikel mit einer Größe von 50 Mikrometer bis sechs Millimeter und einer Partikelgeschwindigkeit von 0,01 bis 50 Metern pro Sekunde.

Die FPC5 Theegarten-Pactec ermöglicht das Verpacken in Heißsiegel-, Kaltsiegelfolie
und in wasserlöslicher Folie durch sogenanntes Trennnahtschweißen.

Primärverpacken von Tabs

16.04.18: Theegarten-Pactec präsentiert auf dem Stand von Romaco Kilian eine Gesamtlösung für das Komprimieren von Pulver zu Tabs mit anschließendem Primärverpacken in Schlauchbeutel. In der Anlage ist die Verpackungsmaschine FPC5 mit Aggregaten von AZO und Romaco Kilian verbunden. Kern des ausgestellten Gesamtsystems ist die Verpackungsmaschine FPC5, die Non-Food-Artikel und Süßwaren mit einer Leistung von 1.500 Produkten pro Minute in Schlauchbeutel verarbeitet.

Auf der Achema wird die Anlage Pulver zunächst zu Tabletten komprimieren und anschließend verpacken. Das System eignet sich neben Non-Food-Artikeln wie Spülmaschinen-Tabs auch zum Verpacken von Brausetabletten oder anderen Süßwaren. Aufeinander abgestimmte Schnittstellen der einzelnen Systemkomponenten gewährleisten einen effizienten Produktions- und Verpackungsprozess. Wird zum Beispiel zu wenig Pulver zugeführt, verringert sich automatisch die Geschwindigkeit der Presse und der Verpackungsmaschine.

Die brandneue Scara-Baureihe TS2 ist jetzt modular aufgebaut und verfügt erstmals über die Stäubli eigene JCS-Antriebstechnik.

Robotik-Innovation mit vier Achsen

16.04.18: Auf der Achema unterstreicht Stäubli seine Lösungskompetenz für die Automation in sensitiven Umgebungen. Zu den Highlights auf dem Messestand zählen die Premiere der neuen TS2 Scara-Generation, mit der Stäubli in eine bis dato unerreichte Leistungsklasse vordringt. Die komplette Neuentwicklung der Vierachser mit patentierter JCS-Antriebstechnik ermöglicht kürzeste Zykluszeiten sowie ein wegweisendes Hygienedesign, das neue Einsatzmöglichkeiten in sensitiven Umgebungen erschließen soll.

Die von Grund auf neu konstruierten Roboterarme sind jetzt modular aufgebaut und verfügen erstmals über eigenentwickelte Hohlwellenantriebe, die bereits bei den Sechsachsern Maßstäbe setzen. Diese Antriebstechnik ist der Schlüssel für ein einzigartiges Reinraumdesign, bei dem außenliegende Leitungen endgültig der Vergangenheit angehören. Die Roboter sollen bereits kurz nach Markteinführung in Sonderausführungen für Pharma-, Medical- und Food-Einsätze bereitstehen. Die Roboterfamilie besteht aus vier Mitgliedern, namentlich TS2-40, TS2-60, TS2-80 und TS2-100. Mit letzterem erweitert Stäubli die Vorgängerbaureihe, die Reichweiten von 400 bis 800 Millimeter abdeckte um einen großen Vierachser mit Arbeitsradius von 1.000 Millimetern.

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